Die zehn wichtigsten Gründe

Bekanntmachung:

Die zehn wichtigsten Gründe, warum der Papst den Priestern die Ehe erlauben soll

  1. EIN PAPST HAT DAS ZÖLIBAT VORGESCHRIEBEN, EIN PAPST KANN ES ABSCHAFFEN.
Jesus wählte verheiratete Männer als Apostel; aus diesem Grund waren die ersten Priester verheiratet. Erst vor achthundertsechsundfünfzig Jahren (im Jahre 1139) schrieb Papst Innozenz II. das Zölibat für alle Priester vor. Befürchtungen bezüglich der kirchlichen Eigentumsrechte und eine negative Einstellung zur Sexualität waren dafür ausschlaggebend. (1) Papst Johannes Paulus II. hat mehr als neunzig verheirateten evangelischen Pfarrern in den Vereinigten Staaten erlaubt, zum Katholizismus überzutreten und verheiratet Priester zu werden. Es liegt in der Macht des Papstes, auch den gebürtigen Katholiken (d.h. getauften Katholiken, die ordiniert sind und dann heiraten) dieselben Privilegien zuzugestehen.

2. DAS ZÖLIBAT IST NICHT NOTWENDIG, UM EIN GUTER PRIESTER ZU SEIN
Die Forschung hat erwiesen, daß zu jedem Zeitpunkt nur fünfzig Prozent aller Priester das Zölibat einhalten. (2) Papst Johannes Paul II. hat gesagt: "Das Zölibat ist für die Priesterschaft nicht ausschlaggebend" und es wäre "kein von Jesus Christus verkündigtes Gebot." (3) Das Zölibat ist für die Gottgläubigen weniger wichtig als die Feier des Abendmahls, die Seelsorge der Leute und die Verkündigung des Evangeliums. (4) Daß es schwer fällt, Priesterzuwachs zu finden und daß genügend Priester nach ihrer Einweihung im Amt bleiben, wird ebenfalls auf die Zölibatspflicht zurückgeführt.(5)

3. DIE KATHOLISCHE KIRCHE BRAUCHT IHRE PRIESTER
Priester ermahnen uns an Gottes Allgegenwart in unserem Leben. Sie handeln als Zeugen des im Evangelium vorgeschriebenen Gebots zu Dienen und zu Lieben. Am wichtigsten jedoch ist, daß sie die Gemeinde der Gläubigen zusammenrufen, um die Gegenwart Gottes mit den Sakramenten und ganz besonders mit dem Abendmahl zu feiern. Bis zum Jahr 2005 wird ein vierzig prozentiger Rückgang der Priester und ein fünfundsechzig prozentiger Anstieg der katholischen Bevölkerung zu verzeichnen sein. (6) Im Kirchenrecht, Paragraph 290, steht: Einmal Priester, für immer Priester. Die Ehe negiert die Priesterschaft nicht.

4. DER PRIESTERMANGEL IST ÄUSSERST BEDENKLICH; ER HAT VERHÄNGNISVOLLE AUSMASSE ANGENOMMEN
Bis jetzt haben 20.000 Priester in den Vereinigen Staaten, 100.000 weltweit, die aktive Seelsorge aufgeben. (7) 90% wollen als Priester tätig bleiben doch sie wollen auch heiraten. Bis zum Jahr 2000 wird es in den Vereinigten Staaten mehr verheiratete als institutionell aktive Priester geben. 1990 hatten zehn Prozent aller Gemeinden keine eigenen Seelsorger. Weltweit sind es fünfzig Prozent. Statistisch ist ausgewiesen, daß vier von zehn neu eingeweihten Priestern benötigt werden, lediglich um ausscheidende Priester zu ersetzen, die restlichen sechs neu ordinierten Priester reichen kaum aus, durch Ruhestand und Tod frei gewordene Stellen zu besetzen. (8)

5. VERHEIRATETE PRIESTER BRINGEN REICHE ERFAHRUNG UND EINFÜHLUNGSVERMÖGEN FÜR ZEITGENÖSSISCHE PROBLEME MIT SICH, MIT DENEN SICH KATHOLIKEN IN EINER SICH RAPIDE VERÄNDERNDEN WELT AUSEINANDERSETZEN MÜSSEN
Offiziell können verheiratete Priester nicht vollzeitig für die Kirche in der Seelsorge tätig sein. Viele haben ihre im Seminar erhaltene Erziehung in anderen Berufen eingesetzt (Anwälte, Ärzte, Rechnungsrevisoren, CEOs, Psychotherapisten, Sozialarbeiter, Lehrkräfte an der Universität, leitende Angestellte im Gesundheitswesen, Berater, usw.) (9). Katholiken müssen sich heutzutage mit schwierigen Gegebenheiten auseinandersetzen, für die es keine leichten oder einfachen Lösungen gibt. Verheiratete Priester machen Gebrauch von ihrer Erziehung, ihrer Schulung im Seminar und ihrer Lebenserfahrung, um den Leuten zu helfen, Gott in allen Lebenslagen zu finden. Es ist zum Nachteil der Gottgläubigen der Kirche die vollzeitige Seelsorge von Zehntausenden von geweihten Priestern zu enthalten lediglich weil diese heiraten wollen.

6. DIE DISKUSSION ÜBER DIE EINWEIHUNG BEREITS ORDINIERTER VERHEIRATETER MÄNNER WIE AUCH DAS ORDINIEREN VON FRAUEN WIRD VOM VATIKAN VERBOTEN.
Bischöfe trafen sich öffentlich mit Vertretern von CORPUS im Juni 1990 (10). Mehrere Monate danach erließ der Vatikan die Direktive, daß jeglicher Dialog in Sachen verheiratete Priesterschaft verboten ist. Davor, im Jahre 1989, kam von Rom der Erlaß, der katholischen Gelehrten verbot, offizielle Kirchenlehren öffentlich zu kritisieren. Theologen und andere Leute hatten ihre Zweifel privat anzuzeigen und, falls sie damit nicht zufrieden seien, sollten sie "für die Wahrheit in der Stille und im Gebet leiden" oder aber mit "ernstzunehmenden Maßnahmen" rechnen. (11)

7. KARDINÄLE, BISCHÖFFE UND THEOLOGEN RUND UM DIE WELT SETZEN SICH FÜR VERHEIRATETE PRIESTER EIN
Auf Bischofstagungen in Nordamerika, Lateinamerika und Asien ist man sich der seelsorgerischen Krise bewußt. Sie haben offiziell vom Papst verlangt, verheiratete Priesterschaft in Betracht zu ziehen. Kürzlich sagte Kardinal Carlo Martini von Milan, einer der führenden Kandidaten für das Amt des Papstes: "Die Kirche sollte offen sein und den römisch-katholisch geweihten, verheirateten Priester zulassen…" (12). Bischöfe und Theologen in der ganzen Welt haben sich für verheiratete Priesterschaft eingesetzt. (13) Der Papst hat jedoch jegliche Diskussion zu diesem Thema zum Schweigen gebracht. Neue Umfragen ergeben schwindende Unterstützung für das Zölibat unter den Priestern. (14)

8. SONNTAGSGOTTESDIENSTE OHNE PRIESTER SIND NICHT KATHOLISCH
Für den Katholizismus ist das Feiern der Messe (Abendmahl) Herz und Seele. Der dramatische Priestermangel hat dazu geführt, daß das heilige Abendmahl ohne Priester stattfindet - ähnlich wie beim evangelischen Gottesdienst. Viele fragen sich, wie ein vorgeweihtes Abendmahl und das Lesen der Heiligen Schrift die althergebrachte Tradition ersetzen kann, bei der sich die katholische christliche Gemeinde versammelt, um "das im Gedenken an mich (Jesus) zu tun." Statt den Gottesdienst ohne Priester zu feiern, haben mehrere Bischöfe (beispielsweise Erzbischof Weakland von Milwaukee, Wisconsin, und Bischof Untener von Saginaw, Michigan), (15) verlangt, die Möglichkeit einer verheirateten Priesterschaft zu überprüfen.

9. DIE KATHOLISCHE KIRCHE HAT VERHEIRATETEN PRIESTERN NUR DANN ERLAUBT, ZUM AKTIVEN INSTITUTIONELLEN DIENST ZURÜCKZUKEHREN, WENN SIE ENTWEDER GESCHIEDEN ODER IHRE FRAUEN VERSTORBEN WAREN.
Die Gemeinde der Geistlichen hat ein Schreiben veröffentlicht, in dem die Bedingungen und das Vorgehen umrissen werden, die ein ordinierter Priester befolgen kann, um wieder zum aktiven Seelsorgeamt nach seiner Scheidung oder dem Tod seiner Gattin zugelassen zu werden.(16)

In einigen Diözesen, einschließlich Chicago, gibt es jetzt katholische Priester, die ordiniert waren, das Priesteramt niederlegten, heirateten und nun verwitwet sind. Sie dienen nun gleichberechtigt mit ihren zölibaten Kollegen.

In Brasilien wurden verheiratete Priester als institutionell annehmbar anerkannt, nachdem sie einen Vertrag unterschrieben hatten, mit ihren Gattinnen keine ehelichen Beziehungen zu unterhalten. (17) Bischof Felix Davidek hat in der Tschechoslowakei mehr als dreißig verheiratete Priester eingeweiht, um den Bedürfnissen der Untergrundkirchen während des kommunistischen Regimes gerecht zu werden. Rom weigert sich jedoch, diese als römisch-katholische Priester anzuerkennen, es sei denn, ihre Ehen werden aufgelöst. (18)

10. EINE AUSSCHLIESSLICH MÄNNLICH-ZÖLIBATE PRIESTERSCHAFT IST UNGERECHT
Wenn wir wirklich glauben, daß Gottes erste Gabe die Ehe ist - der heilige, intime Bund zwischen Mann und Frau, wenn wir wirklich glauben, daß wir alle als Gottes Ebenbild geschaffen wurden (Buch Mose), und wenn wir wirklich glauben, daß wir alle das Recht auf die Taufe haben, dann ist es auch recht, gerecht und heilig, daß alle gleichen Zugang zum Privileg haben, Gottes Gemeinde in geweihter Seelsorge zu dienen. Es gäbe keinen Priestermangel, wenn die Kirche alle Leute annehmen würde, die Gott zur Seelsorge beruft. (19)

LETZENDLICH STELLT SICH DIE FRAGE: WAS WÜRDE JESUS TUN?

CORPUS THE NATIONAL ASSOCIATION POR A MARRIED PRIESTHOOD

Corpus, der nationale Verband für verheiratete Priesterschaft, Rufnummer: 1.888.277.4378

Quellenverzeichnis:
1 A History of Celibacy, FUTURECHURCH, (1991) 11 "Instruction on the Ecclesial Vocation of the Theologian (Origin, 7/5/90)
2 A Secret World, Richard Sipe 12 National Catholic Reporter, March 31,1995
3 New York Times, July 18, 1993 13 The Church and Married Priests: Ten Years of Reflection (IFMCP) 1993
4 Gallup Poll (1992) 14 America, June 18, 1994
5 Goodbye Father: Celibacy and Patriarchy in the Catholic Church, Richard &hoenherr (1995) 15 New York Tirnes, September 24,1994
6 Full Pews, Empty Altars, Richard Schoenherr (1994) 16 The Jurist (1994) 617?622
7 Journal for Scientific Study of Religions (12/90) 17 New York Times, October 24, 1990
8 Commonweal April 7, 1995 18 New York Tines, April 12, 1992
9 CORPUS Directory, 1990, 1994 19 FUTURECHURCH, Cleveland, OH (1991)
10 CORPUS REPORTS, July/August 1990